Jetzt steht es fest: Die Handball-Frauen der SG Helmbrechts/Münchberg starten in die Oberligasaison 2025/2026 mit neuem Trainer. Gerald Wölfel aus Selb ist ab sofort Chef und blickt zusammen mit seinen Schützlingen gespannt auf den Start, der am 20. September ab 17:45 Uhr in der Münchberger Gymnasiumhalle mit einem Heimspiel gegen den HSV Bergtheim erfolgt.
Nachdem sich die SG kurz vor Saisonende von Michael Bernert getrennt hatte, begann eine schwierige Nachfolgersuche. Dies zumal es in der Region immer schwerer wird kompetente Übungsleiter zu finden die gleichzeitig auch bereit sind, sich diesem enormen Aufwand zu stellen.
Umso zufriedener sind die SG-Verantwortlichen, mit Gerald Wölfel einen erfahrenen Trainer mit einer guten Vita im Damen/Jugendbereich gefunden zu haben.
Wölfel war viele Jahre erfolgreicher Jugendtrainer bei der HSV Hochfranken und dort verantwortlich für die Ausbildung von Talenten wie beispielsweise Carina Hempfling, die zuletzt als Leistungsträgerin im SG-Team immer wieder voran ging.
Zuletzt war Wölfel als Trainer bei der HSG Fichtelgebirge, u.a. in der Bayernliga und Landesliga tätig, bevor er aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegen musste.
Trotz jeder Menge Erfahrung im Gepäck, ist der neue SG-Coach um seine Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden. Nicht weniger als insgesamt 10 Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft gilt es nun zu ersetzen, darunter viele Leistungsträgerinnen. Studium, Auslandsaufenthalte zur schulischen und beruflichen Weiterbildung sowie Standortveränderungen aus unterschiedlichen Gründen machen in dieser Zeit auch nicht vor den Frankenwäldlerinnen halt. Einen Kader über mehrer Spielzeiten hinweg konstant zu besetzen ist momentan schier unmöglich. Das bedeutet immer wieder von vorne zu beginnen, neu denken und entsprechend zu arbeiten.
Somit ist die Aufgabe für die Saison 2025/2026 schlicht und ergreifend der komplette Neuaufbau des Teams.
Die Vergangenheit hat es gelehrt, dass in solchen oder ähnlichen Situationen der eine oder andere Verein seine Mannschaft aus der Liga zurückgezogen hat.
„Dank unserer starken zweiten Mannschaft und unserer guten Perspektive durch einen vollbesetzten weiblichen Jugendbereich von der D- bis zu A-Jugend ist es jetzt ganz klar das Ziel eine neue Mannschaft aufzubauen, die mittel- und langfristig die zahlreichen Talente des Vereins integriert, nachwachsen lässt und damit die Zukunft des Damenbereichs der SG sicherstellt.“ So der sportliche Leiter Florian Bär zu der aktuellen Situation.
Bär fügt weiter hinzu: „So etwas geht nicht von heute auf morgen und deshalb ist klar, dass wir in der neuen Saison vor einem Spieljahr komplett ohne Druck und ohne größere Erwartungen stehen. Wir sind der absolute Underdog der Liga und werden uns wohl erst nach und nach über das Spielen auch entwickeln können.“
„Genau deshalb haben In den vielen Gesprächen mit Gerald Wölfel immer offen und ehrlich die Situation benannt.“ „Zudem bin ich sehr froh, dass sich Wölfel dennoch oder auch gerade deswegen dieser Aufgabe annimmt um so eine neue Mannschaft aus vielen hoffnungsvollen jungen Spielerinnen zu formen“ ergänzt Florian Bär abschließend.
Abrundend der neue Trainer Gerald Wölfel zur bevorstehenden Saison:
„Es gilt jetzt das Team, das eines der jüngsten der Liga ist, zu formen, um auf lange Sicht an Oberligatauglichkeit herangeführt zu werden. Dafür braucht es viel Zeit und viele intensive Trainingseinheiten.“
„Nachdem der Kader noch nicht die Tiefe besitzt, müssen die A-Jugendlichen verstärkt im Oberligateam eingesetzt werden.“ So Wölfel, der guter Dinge ist und erkennt, dass die Truppe mit Spaß und Eifer bei der Sache ist.
„Unser Blick geht zuversichtlich nach vorne. Trotzdem müssen Rückschläge von vorneherein einkalkuliert werden. Sie werden uns nicht umwerfen und auch nicht von unserem zukunftsorientierten Weg abbringen“ ergänzt Gerald Wölfel abschließend.