Ohne Lena Leupold und Rahel Tautenhahn vor der Bewältigung einer schier unlösbaren Hausaufgabe standen die SG-Damen in der Handball-Oberliga gegen den sich derzeit in Topform befindenden Tabellenzweiten aus Zirndorf, der die letzten sieben Begegnungen allesamt siegreich gestaltete.

Gelegenheit für Trainer Gerald Wölfel die Gunst der Stunde zu nutzen und Personal auf die Platte zu bringen, dass in der kommenden Saison zum Kader gehören wird und diesen entsprechend auffüllt. Mit Leonie Ott, Carina Schaller und Philomenia Igelkraut ist Personal vorhanden, das jetzt aus schulischen/beruflichen Gründen eventuell sogar langfristig wieder  in der Region daheim ist und so der SG auch zur Verfügung steht.

Die Zuschauer rieben sich früh die Augen, denn die Gastgeberinnen legten einen Traunstart hin. Ohne technischen Fehler, mit viel Spielwitz und enormer Treffsicherheit zogen die Wölfel-Schützlinge in den Anfangsminuten  auf 5:1 davon. Doch wer erwartete, dass Zirndorf eine frühe Antwort finden würde, sah sich schnell eines Besseren belehrt.

Die Gastgeberinnen legten nach und schraubten den Vorsrpung auf 8:2. Es war richtig guter Handball, den die SG ihren treuen Fans bot. Die Neulinge im Team lieferten ab. Allen voran Leonie Ott, die als Linkshänderin in der kommenden Saison eine Schlüsselposition in Abwehr und Angriff einnehmen wird.

Doch in der Folge verhinderte Pech einen weiteren Ausbau des Vorsprungs. Latte, Pfosten, eine sehr gute gegnerische Tosteherin und einige wenige technische Fehler bremsten die Torflut der Frankenwäldlerinnen. Als dann Zirndorf schnell auf 8:5 verkürzte, waren die Gäste plötzlich im Spiel. War von Beginn an klar, dass die ihre Siegesserie in Münchberg fortsetzen wollten um so ihren zweiten Tabellenplatz, der zu der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga berechtigt, nicht selber in Gefahr bringen wollten.

Die Partie wurde in den nächsten Minuten immer ausgeglichener. Eine überragende Romina Harich im SG-Gehäuse lies vorerst nicht viel zu, ehe gegen Ende der ersten Halbzeit Zirndorf mit einem Doppelschlag doch erstmals mit 13:11 zwei Tore vorlegte.

Das war´s dann aber auch. Wasser drang durch die Hallendecke ein, tropfte auf´s Spielfeld. Die Schiedsrichter unterbrachen in der 27. Minute bis 19:00 Uhr, um dann eine finale Entscheidung zu fällen. Die hieß dann Spielabbruch, weil Starkregen und Wind die Situation immer weiter verschlechterte. Die Entscheidung der Spielleitung wird wahrscheinlich Wiederholung heißen. Nicht der SG wegen, deren Abstieg in die Berzirksoberiga Oberfranken schon lange feststeht.

Es geht um die HG Zirndorf, die sich noch im Aufstiegsrennen befindet und deshalb nochmals ran muss.

Trainer Gerald Wölfel, der den sehr guten Auftritt seiner Mädels gerne zu Ende gesehen hätte nach Abbruch der Partie:
„Was die Mädels in den ersten 20 Minuten abgeliefert haben war genial. Verständlicherweise konnten wir dieses Niveau nicht auf Dauer halten. Trotzdem zeigt diese Phase schon eine gute Entwicklung in dieser Mannschaft.“

 

HANDBALL                    FRAUEN                    Oberliga Staffel Nord

SG Helmbrechts/Münchberg – HG Zirndorf            11:13             in der 27. Minute wegen Wasser auf Spielfläche abgebrochen


SG Helmbrechts/Münchberg: 
Harich, Hahn – Lutz, Roßner, Ott, Matus, Popp, Sujak, Till, Schaller, Igelkraut, Fechner. 

Schiedsrichter: Ebeling (Kernfranken) / Ertel (Stadeln) – Zuschauer:  120