Der Doppelspieltag zum Saisonabschluss in der Handballoberliga/Nord endete für die Frauen der SG Helmbrechts/Münchberg  fast erwartungsgemäß mit zwei Niederlagen. Stark dezimiert musste bereits am Freitag die Nachholbegegnung gegen die HG Zirndorf bestritten werden und das war am darauf folgenden Tag gegen die HSG Volkach nicht viel anders.

Trotzdem gab die Rumpftruppe alles und lieferte der HG Zirndorf, für die jetzt die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga gegen den Südzweiten TSV Haunstetten II in Hin- und Rückspiel ansteht, vor allem in der ersten Halbzeit und dann wieder in der Schlussphase eine großartigen Figth. 9:10 nach 20 Minuten belegen ein völlig ausgeglichenes Spiel.

Die letzten 18 Minuten der Begegnung gingen sogar mit 8:3 an die Frankenwäldlerinnen. Dazwischen lag das komplette Problem der gesamte Saison. Technische Fehler zuhauf und eine Torwurfquote, die die Erfolgsausichten auf einen Punktgewinn schnell minimierte.

Am Ende eine klare Niederlage, die es so nicht unbedingt hätte sein müssen.

Das setzte sich am Samstag im Abschlussspiel gegen den Mitabsteiger HSG Volkach nahtlos fort. Einem Gegner auf Augenhöhe der aber den Vorteil auf seiner Seite hatte, vom Beginn an besser mit den vorhandenen Torchancen umzugehen. Es dauerte bis zur 7. Minute, ehe Deborah Lutz die Gastgeberinnen erstmals auf die Anzeigentafel brachte.

Bis dahin legten die Unterfranken mit 0:4 vor. Es begann schon früh das, was die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg im Prinzip durch die komplette Spielzeit begleitete. Viele torlose eigene Minuten, die der Gegner immer wieder nutzte um sich einen vorentscheidenden Vorsprung herauszuarbeiten. Der lag beim Seitenwechel bei fünf Toren und damit konnte Volkach beruhig die die zweite Halbzeit starten.

Die SG setzte wie so oft wieder zur Aufholjagd an und den Gegner entsprechend unter Druck. Am Ende reichte es wieder nicht zu einem Punktgewinn, obwohl gerade in diesem Aufeinandertreffen die Chancenvorteile klar bei den Gastgeberinnen lagen. Entscheidend war einmal mehr, dass die Punkte an das Team gingen, das bei der Vollstreckerquote die Nase vorne hatte.

So rutschte die Spielgemeinschaft aus Helmbrechts und Münchberg am letzten Spieltag aufgrund des verlorenen direkten Vergleiches gegen den 1. FCN Handball noch auf den letzten Rang ab und wird nun in der kommenden Saison in der Bezirksoberliga Oberfranken mit dem Neuaufbau beginnen.

Grund für eine Zusammenfassung aus dem Mund von Torjägerin und Spielmacherin Emma Roßner.

„Mit dem heutigen Heimspiel endet für uns die Saison 2025/2026 – leider mit dem Abstieg. Für uns kein schönes Gefühl, auch wenn es irgendwo nicht völlig überraschend kam.

Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen wir gezeigt haben, was in uns steckt. Spiele, in denen wir unseren Gegnern alles abverlangt haben – wie zum Beispiel beim Heimspiel gegen den amtierenden Meister HBC Nürnberg. Genau solche Begegnungen zeigten, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.

Am Ende hat uns in vielen Spielen einfach das letzte bisschen Kraft gefehlt, die berühmten „letzten Körner“. Gerade in den entscheidenden Phasen mussten wir zu oft den Kürzeren ziehen. Aber auch das gehört zu so einer Entwicklung dazu und ist ein Teil des Weges, den wir gemeinsam gehen.

Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Trainer Gerald Wölfel und Organisator und Betrauer Leon Frischmann. Sie haben alles dafür getan, damit wir immer frei aufspielen, uns entwickeln und als Team zusammenwachsen konnten. Das ist alles andere als selbstverständlich – danke dafür!

Diese junge Mannschaft ist enger zusammengerückt, hat sich weiterentwickelt und wichtige Erfahrungen gesammelt. Wir haben den Grundstein gelegt – nicht nur für die nächste Saison, sondern für die kommenden Jahre.

Der Blick geht jetzt ganz klar nach vorne. Wir sind bereit, weiter hart zu arbeiten, füreinander zu kämpfen und uns jedes Spiel neu zu beweisen, damit so der Weg wieder auf die Erfolgsspur führt.“ So Emma Roßner zum Saisonende etwas ausführlicher.

Trainer Gerald Wölfel fasste sich dann entsprechend kürzer:

„Mit  dem letzten Aufgebot an Spielerinnen haben wir eine Saison abgeschlossen, welche von Anfang an eine Nummer zu hoch für uns war. Trotz aller Niederlagen haben die Mädels nie die Köpfe hängen lassen und immer versucht alles zu geben. Obwohl für die kommende Spielserie abermals einige Mädels aus diesem Kader aus beruflichen und schulischen Gründen wegfallen, ist das Gerüst für eine gute und erfolgreiche Aufbauarbeit für die nächsten Jahre vorhanden.“ So des Trainers vorausschauendes Schlusswort zum Saisonende.

 

HANDBALL                    FRAUEN                    Oberliga Staffel Nord

SG Helmbrechts/Münchberg – HG Zirndorf                     21:29    (12:18)

SG Helmbrechts/Münchberg: 
Harich, Hahn – Sujak, Igelhaut, Leupold (1), Popp (2), Tautenhahn (3/1), Matus (1), Till,  Roßner (9/4), Ott(3), Lutz (2), Fechner.

Schiedsrichter:  Drummer (Forchheim) / Langner (Weitramsdorf) – Zuschauer: 80  – Zeitstrafen: je 1.  Siebenmeter: 6/5; 3/3.


SG Helmbrechts/Münchberg – HSG Volkach                      22:25 (7:12)


SG Helmbrechts/Münchberg: 
Harich, Hahn – Sujak (1), Leupold (1) Igelhaut (1), Popp (3), Tautenhahn (3/1), Till (1),  Roßner (4), Ott (4),Lutz (3), Fechner (1).

Schiedsrichter:  Nihad Besirovic / Muamer Delic (Bayern München) – Zuschauer: 160  – Zeitstrafen: je 5.  Siebenmeter: 2/1; 3/3.