Der 29:26 Heimerfolg aus der Vorwoche gegen den Bayernligaabsteiger TSV Roßtal soll den Start für die nächste Erfolgsserie der SG-Handballer in der Oberliga Nord einläuten. Nach dem Gastspiel vor 14 Tagen bei der SG DJK Rimpar II müssen die Frankenwäldler erneut in den Landkreis Würzburg.

Am Samstag gastieren die Seiferth-Schützlinge ab 17:30 bei der Regionalligareserve der DJK Waldbüttelbrunn, die ohne Pluspunkt abgeschlagen am Tabellenende der Oberliga steht. Pflichtsieg und zwei Punkte aus der Waldbüttelbrunner Ballsporthalle entführen. Das uns nichts anderes ist das SG-Ziel. Den erfolgreichen Auswärtsauftritt werden die Gäste aber nicht geschenkt bekommen.

Auch wenn die bisherigen Ergebnisse der Gastgeber nicht abschreckend wirken, sollte man nicht außer Acht lassen, dass es sich um eine Regionalligareserve handelt, die zumal in eigener Halle ihre personellen Möglichkeiten ausschöpfen wird. Darauf wird sich die SG einstellen müssen und entsprechend vorbereitet die Partie angehen.

Schon einmal in dieser Saison mussten die Männer aus Helmbrechts und Münchberg bei dem bis dahin noch punktlosen Schlusslicht MTV Stadeln beim 27:27 einen Zähler lassen. Das war seinerzeit der Beweis, dass gerade die Kellerkinder der Liga im Prinzip nur durch Erfolge aus ihrer brenzligen Lage herauskommen. Das gilt natürlich auch für die heutigen Gastgeber, deren Ausgangssituation mit 0:16 Punkten allerdings schon fast aussichtslos ist.

Trotzdem werden die Unterfranken alles in die Waagschale werfen und vom Anpfiff weg versuchen, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Genau das müssen die Gäste aber verhindern. Gelingt es, einen Waldbüttelbrunner Lauf zu verhindern, dann wird man so bei den Hausherren den Spielfluss unterbrechen und dadurch keinen Rhythmus zulassen, der sonst die Dominanz über dem Gegner ermöglicht.

Schaffen es dann Jonas Roßner, Jakob Pritschet und Co. ihre Durchschlagskraft erfolgreich in die Tat umzusetzen, dann könnten früh die Weichen in dieser Begegnung gestellt werden. Bekanntlicherweise leben Kellerkinder meist vom Ergebnis. Bleibt dies über einen längeren Zeitpunkt der Begegnung offen, dann steigen die Chancen für den vermeintlich Schwächeren. Das bedeutet im Klartext: Gelingt es der DJK Waldbüttelbrunn II die knappen Spielstände über eine längere Phase im Spiel zu halten, dann könnte dies die Gästen eventuell Schwierigkeiten bereiten.

Sollte die bisher konstante und deshalb auch immer sehr zuverlässige SG-Abwehr alles in den Griff bekommen und Waldbüttelbrunn nicht ins Spiel kommen lassen, dann steigen die Möglichkeiten auf die eigene Entfaltung. Wenn es zudem dem SG-Angriff gelingt schnelle Treffer zu erzielen, mit denen schon früh die Weichen richtig gestellt werden, dann wäre der Frankenwaldexpress wohl nicht zu stoppen.

So könnte nach dem Heimsieg gegen den TSV Roßtal auch ein gelungenes Gastspiel im Würzburger Land folgen. Die Gäste haben sich für diese Saison zudem ein Ziel gesetzt: Möglichst schnell 24, 25 Punkte zu erreichen, um dann mit Sicherheit vom Abstiegskampf verschont zu bleiben. Im Moment befindet sich Trainer Christian Seiferth mit seiner Truppe auf dem genau richtigen Weg.

Vielleicht gelingt es diesmal sogar, über die gesamte Spielzeit Tempo und Konzentration hochzuhalten, damit in der Schlussphase nicht wieder ein komfortabler Vorsprung ins Wanken gerät. Auch und vor allem das gehört zu den Voraussetzungen, um am Samstag in Waldbüttelbrunn keinen Schiffbruch zu erleiden. Wäre alles andere als gelungen, wenn gerade beim Schlusslicht Punkte gelassen würden, die zum Halten des momentanen hervorragenden Tabellenplatzes fehlen.

Waldbüttelbrunn II ist unabhängig vom aktuellen Tabellenplatz durchaus als ernst zu nehmender Gegner einzuschätzen. Geht die SG mit entsprechender Einstellung in die Partie und versucht dann möglichst schnell ihre Spielvorstellung auf die Platte zu bringen, dann sollten die Vorteile klar bei den Gästen liegen und die Punkte am Ende mit auf die Heimreise gehen.

Auch Trainer Christian Seiferth sieht in dieser Partie keinen Selbstläufer und zitiert wie folgt:
„Das wird am Samstag eine ganz heikle Aufgabe. Waldbüttebrunn II hat absolut nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen. Wir hingegen gehen als ganz klarer Favorit in diese Begegnung und wollen unbedingt diese zwei Punkte in heimische Gefilde bringen. Aber wir kennen diese Partien – der Kessel muss auf Volllast gebracht werden, ansonsten wird es gegen jeden Gegner knifflig.“

 

Nach so einer Partie wie in der Vorwoche bei der 20:22 Heimniederlage gegen die HSG Nabburg möchte man sich am liebsten bereits am nächsten Tag den Frust von der Seele spielen. Ja, es war das erste Spiel in dieser Saison, wo die SG-Mädels über die komplette Distanz mit dem Gegner mithalten konnten. Um so mehr schmerzt dieser doppelte Punktverlust, denn um aus dem Ligakeller noch herauszukommen müssen solche Spiele unbedingt gewonnen werden.

In der 55. Minute mit 20:19 in Führung gegangen blieben die Frankenwäldlerinnen in den verbleibenden fünf Minuten ohne eigenen Treffer, obwohl sie gleich dreimal frei vor der gegnerischen Torfrau auftauchten. Drei Fahrkarten um am Ende dann mit leeren Händen dazustehen. Das war bitter und darf im Abstiegskampf eigentlich so nicht passieren. Mit 2:16 Punkten bleibt nicht mehr viel Spielraum zum Erreichen der Punktzahl die gebraucht wird um auch in der Spielzeit 2026/2027 dann feststellen zu können: Frauen Handball Oberliga Nord – SG Helmbrechts/Münchberg ist dabei.

Doch bis es so weit kommt und ob dies aufgrund der dünnen Personaldecke und der aktuellen Verletztenliste überhaupt noch möglich ist, bleibt im Moment mit einem ganz dicken Fragezeichen versehen. Trotzdem zeigt die Begegnung gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld -immerhin einer Mannschaft aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld- eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen. Das mag auch darin begründet sein, dass mit Kathrin Peetz eine routinierte und erfahrene Spielerin auf der Spielfläche stand, die schon in der Lage ist die Fäden zu ziehen und ihre jungen Nebenspielerinnen zu führen. Das ist genau das, was der jungen und hoffnungsvollen Truppe in der bisherigen Saison gefehlt hat. Erfahrung und Führung.

Aber was nicht war kann ja noch werden. Noch zwei Spiele in der Vorrunde und die komplette Rückrunde lassen noch genügend Spielraum für Erfolge. Ist erst einmal der Knoten geplatzt, geht vielleicht das Eine oder Andere leichter von der Hand, was bisher eher von Verkrampfung, Hektik und Nervosität geprägt war.

Nächster Anlauf zu einem glücklicheren Ausgang ist bereits am Samstag, wenn die Schützlinge von Trainer Gerald Wölfel um 19:00 Uhr in Zirndorf gegen die dortige HG auflaufen müssen.

Die Mittelfranken stehen mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Tabellenmittelfeld und dies haben sie in erster Linie ihrer Heimstärke zu verdanken. Mit blütenweiser Weste in den bisherigen Spielen vor eigener Kulisse haben sie ihre Gegner mit mehr oder weniger klaren Niederlagen auf die Heimreise geschickt. Droht da den Mädels aus Helmbrechts und Münchberg ähnliches? Man müsste es eigentlich aufgrund der bisherigen Resultate erwarten. Doch würde das wohl eher dem Vergleich mit dem Kaninchen vor der Schlange gleichkommen.

Die Gäste haben keinen Grund nach der Vorstellung des Vorwochenendes mit großer Scheu nach Zirndorf zu fahren. Respekt vor dem Gegner ist selbstverständlich angebracht. Aber dann sollte man sich gleich ins Gedächtnis zurückrufen, dass man sich in dieser Saison von Spiel zu Spiel besser auf die jeweiligen Gegner einstellen konnte und dabei auch immer ein Stück weit spielerisch besser abgeliefert hat.

Freilich noch ohne die zählbaren Erfolge. Aber die können jederzeit angestrebt werden. Vor allem dann, wenn der Angriff seine Arbeit endlich einmal kaltschnäuziger zu Ende bringt. Die vielen halbherzigen und unvorbereiteten Würfe führten in ihrer bisherigen Art und Weise nicht zum Ziel. Das muss grundlegend verbessert werden. Gelingt das, landet man vielleicht endlich komplett auf des Gegners Augenhöhe.

In diese Nähe gerückt ist man schon mehrmals in den zurückliegenden Partien – ganz besonders am letzten Wochenende. Die Abwehr, die von Lena Leupold hervorragend zusammengehalten wird und eine überragende Torhüterin Romina Harich werden bestimmt auch diesmal ihren Teil dazu beitragen. Jetzt muss am Samstag endlich einmal alles passen, dann steht nach dem Abpfiff vielleicht auf der Anzeigentafel das eine Tor mehr beim Gast.

Trainer Gerald Wölfel im Hinblick auf die Partie:
„Wir wissen um die Stärke des kommenden Gegners. Der derzeitige Tabellenstand täuscht da etwas.“ Unter der Woche haben wir uns auf die unangenehme Zirndorfer 5:1 Deckung vorbereitet und wollen unsere Chance auf einen zweiten Auswärtssieg nutzen.“

Samstag 29.11. – Auswärts

14:00 Uhr männliche B beim ESV 27 Regensburg

17:30 Uhr Herren beim DJK Waldbüttelbrunn 2

19:00 Uhr Damen bei der HG Zirndorf

 

Sonntag 30.11. – Auswärts

10:30 Uhr weibliche C bei der HSG Pleichach

11:30 Uhr männliche A beim TSV Bergrheinfeld

12:45 Uhr männliche C beim TSV Hof 1861

14:30 Uhr männliche D beim TSV Hof 1861

16:00 Uhr weibliche B beim HSV Bergtheim

16:00 Uhr Herren 2 bei der HG Kunstadt