Nach dem nächsten klaren Erfolg der SG-Frauen darf der Blick kurz zurück auf den Saisonstart gehen. Dort trafen die beiden Oberligaabsteigerinnen SG Helmbrechts/Münchberg und die HSG Weidhausen-Ebersdorf aufeinander. Am Ende stand ein knapper 17:19 Gästeerfolg, weil damals in der Helmbrechtser Göbelhalle die Westoberfranken mit einem 7:1-Start den Grundstein für diesen Erfolg legten.
Weidhausen-Ebersdorf führt aktuell ohne Verlustpunkt die Tabelle an. Die SG befindet sich in der Verfolgerrolle auf Rang zwei. Warum geht der Blick nach hinten? Wegen der seinerzeitigen Anfangsviertelstunde! Das war nämlich genau die einzige schwierige Phase, die die Frankenwäldlerinnen in der laufenden Bezirksoberligasaison bisher durchstehen mussten.
Der Rest war Dominanz pur, mit der man sich zwischenzeitlich klar positioniert hat und dem Mitabsteiger im weiteren Saisonverlauf bestimmt einen heißen Kampf um den Titel liefern wird. Die Schützlinge von Gerald Wölfel nehmen kein Team auf die leichte Schulter und beginnen jede Partie hochkonzentriert. Das war auch diesmal so, denn ehe sich die Gäste die erste ernsthafte Gelegenheit herausarbeiten konnten lag die SG mit 4:0 vorne.
Erst einmal Gefallen am Tore werfen gefunden, legten die Gastgeberinnen mit Druck und effektiven Angriffsaktionen nach. Antonia Panzer gönnte sich wieder einmal einen lupenreinen Hattrick mit den Toren zum 6, 7 und 8:2 und danach zogen die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg das Tempo weiter an. Die Gäste stemmten sich vehement dagegen, was an diesem Tage aber nicht ausreichte um entsprechend Paroli zu bieten.
Es war früh zu erkennen, dass ein hoher Sieg möglich ist. Diese frühe Erkenntnis hatte aber in der Folge auch ein paar Nachlässigkeiten im Schlepptau, die die Gäste in zählbare Erfolge ummünzten. Größere Gefahr drohte trotzdem nie, zumal auf die beiden Keeperinnen Romina Harich vor der Pause und Elisabeth Devjatov nach dem Wechsel jederzeit Verlass war.
Schon in den ersten dreißig Minuten sorgte die SG mit ihrem schnellen Pass- und Konterspiel für klare Verhältnisse. Auch nach dem Wechsel spielten die Gastgeberinnen mit Hochgeschwindigkeit weiter. Emma Roßner ging erneut als Führungsspielerin voran und das nicht nur wegen ihrer 13 Treffer. Sie riss alle mit und davon profitierten auch die Außenspielerinnen. Allen voran die zehnfache Schützin Deborah Lutz.
Eine gute Partie lieferte auch Philomena Igelhaut in Abwehr und im Angriff am Kreis. Sie fasste das Geschehen aus ihrer Sicht so zusammen: „Am Ende war es ein Sieg, zu dem wir alle gemeinsam beitragen konnten. Eine Mannschaftsleistung die sich sehen lassen kann und bei der uns unser Tempo wieder einmal geholfen hat.“
Genau dieses Tempo war es, gegen das die Gäste über die komplette Spielzeit keine Lösung fanden und sogar Glück hatten, dass die SG nicht die 50iger Tore-Marke knackte.
Trainer Gerald Wölfel sah in dieser Partie viel Gutes von seiner Truppe und zitierte abschließend. „Eine überzeugende Vorstellung, wobei wir uns in allen Mannschaftsteilen haushoch überlegen zeigten.“
Nach der Herbstferienpause geht es zum Ligaschlusslicht TV Oberwallenstadt bevor eine Woche später in der Helmbrechtser Göbelhalle das Derby gegen den TV Gefrees wartet.
SG Helmbrechts/Münchberg – TV Ebern 45:20 (24:9)
SG Helmbrechts/Münchberg: Harich, Devjatov – L. Ott (3), Panzer (6), Igelhaut (3), Fechner (1), Till (2), Denk (4), Roßner (13/2), Walter (2), Lutz (10), Schaller (1).
Schiedsrichter: Bayer (Hochfranken) / Hammer (Hersbruck) – Zuschauer: 80 – Zeitstrafen: 0; 3. – Siebenmeter: 3/2; 4/3.
