Nachdem die meisten Mannschaften letzte Woche wegen der Herbstferien spielfrei waren, kehren die Handballer der SG Helmbrechts/Münchberg diesmal mit 6 Teams in die Punktspielrunde zurück.

Die beiden SG-Landesligavertreter müssen am Sonntag nach Erlangen-Bruck, wo zwei spannende und ausgeglichene Begegnungen zu erwarten sind. Um 15:00 Uhr treffen die Männer in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle auf den TV Erlangen-Bruck II. Beide Mannschaften liefern sich seit Jahren in der Landesliga immer wieder ausgeglichene Partien mit unterschiedlichem Ausgang.

Am Ende der jeweiligen Spielzeit lagen dann beide meist schiedlich und friedlich nebeneinander in der Tabelle. Das war auch in der letzten Serie so, als die SG Rang vier und Erlangen-Bruck II den fünften Platz in der Abschlusstabelle belegten. In der Saison 2021/2022 unterlagen die Frankenwäldler in der Helmbrechtser Göbelhalle aufgrund des Spielverlaufes äußerst unglücklich, bevor in der Rückrunde beim 25:25 Auswärtsunentschieden zumindest eine Teilrevanche gelang.

Remis, dagegen hätten wohl die Schützlinge von SG-Trainer Christian Seiferth auch diesmal nichts einzuwenden, wobei die Frankenwäldler selbstverständlich immer mit der Zielsetzung eines doppelten Punktgewinnes die jeweiligen Begegnungen angehen. Vielleicht im Moment erst recht, zumal die Spielgemeinschaft aus Helmbrechts und Münchberg mit dem Sieg vor der Spielpause gegen den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter Lauf-Heroldsberg zusätzlichen Aufwind erhält.

Aber Zielsetzung und Realität sind in dieser Saison bei der SG nicht immer in gewünschter Form in Einklang zu bringen. Auch deshalb nicht, weil die Seiferth-Truppe noch kein einziges Mal komplett auflaufen konnte. Immer verhinderten dies  Erkrankungen oder Verletzungen und das ist diesmal nicht anders. Besonderes Improvisationstalent ist zudem in Reihen der SG gefragt, weil auch diesmal wieder Leistungsträger zu ersetzen sind.

Deshalb wirken die bisher erreichten 8:4 Punkte um so beachtenswerter, zumal schon gegen das Spitzentrio der Liga angetreten wurde. Hinzu kommt ferner, dass die SG ihre beiden bisherigen Auswärtspartien siegreich gestaltete. Warum das Ganze nicht zum dritten Mal?

Diese Frage werden die Gastgeber beantworten, deren Punktekonto nicht einfach von den nackten Zahlen her betrachtet werden sollte. 4:6 nach fünf Spielen. Dabei haben die Brucker ihre beiden Heimauftritte erfolreich absolviert. Schon unter diesem Aspekt ist ein spannendes Aufeinandertreffen zu erwarten. Zudem müssen sich die Frankenwäldler im Vorfeld mit der Frage beschäftigten: Wie stark ist Erlangen-Bruck II in dieser Saison wirklich:

Zwar auswärts noch ohne jeglichen Punktgewinn, dabei aber mit dem 22:23 bei der HSG Fichtelgebirge, dem 19:20 bei HaSpo Bayreuth II und dem 27:28 beim TV Marktsteft mit drei Eintore-Niederlagen, die genauso gut hätten eigene Erfolge sein können. Da müssen beiden morgen die Karten auf den Tisch legen und am Ende wird sich zeigen, wer seine spezielle weiße Weste behält.

Erlangen-Bruck II für die makellosen Heim- oder die Gäste für ihre bisher fehlerfreien und ertragreichen Auftritte in der Fremde. Auf jedem Fall sieht Trainer Christian Seiferth in Erlangen-Bruck eine spielerisch und kämpferisch starke Mannschaft. Deshalb zitiert er im Hinblick auf dieses Spiel wie folgt: „Wir müssen geschlossen und fokussiert auftreten, wenn wir dort etwas mitnehmen wollen.“

Bereits um 13:00 Uhr treffen an gleicher Stelle die beiden Damenvertretungen aufeinander und gehen in etwa mit den gleichen Voraussetzungen in die Partie. Beide verließen im bisherigen Saisonverlauf erst einmal als Verlierer die Halle. Es war zudem derselbe Gegner der dafür sorgte, dass die Damen-Landesliga aktuell in der Spitze so ausgeglichen beeinanderliegt, wie dies so früh in der Saison schon lange nicht mehr der Fall war.

Der dafür verantwortliche Übeltäter heißt TV Marktsteft -momentan mit 7:3 Punkte auf Rang zwei- der es schaffte, in zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen erst Erlangen-Bruck und dann die SG Helmbrechts/Münchberg die jeweils erste Saisonniederlage beizubringen. Das schmerzt bei beiden morgigen Kontrahenten noch mit Nachdruck.

Vielleicht im Augenblick sogar ein Stück weniger bei den Mittelfranken, die zumindest die Tabellenführung verteidigten. Richtig weh tat vor allem der SG die Höhe der Niederlage, die mit 21:35 selbst für eine starkt ersatzgeschächte Truppe deutlich zu hoch ausfiel. Der zweite Aspekt, die mögliche Tabellenführung in der letzten Woche nicht erreicht zu haben, mag dagegen nicht ganz so tragisch wirken.

Zumal es für die Schützlinge von Trainer Christopher Seel und Co-Trainer Florian Bär erneut eine ähnliche Konstellation gibt. Ein Erfolg bei den Bruckern würde für die Frankenwäldlerinnen erst einmal bedeuten, die Mannschaft mit den wenigsten Minuszählern zu sein. Ob es dann sogar für die Tabellenführung reicht, hängt von der Ergebnissen des TV Marktsteft bei der TSG Estenfeld und dem HC Sulzbach-Rosenberg gegen HaSpo Bayreuth ab, die beide je ein Spiel mehr ausgetragen haben.

Co-Trainer Florian Bär, der auch diesmal für den erkrankten Cristopher Seel die Verantwortung auf der Bank übernimmt, findet es gut, dass gleich das nächste Spitzenspiel  wartet. „Die Mädels brennen darauf, wieder ihr wahres Gesicht zu zeigen und möchten deshalb, dass auch der Spielverlauf eindeutig dafür spricht. Natürlich am besten mit dem richtigen Ende für uns.“  So Florian Bär abschließend. 

Auswärts antreten müssen auch die beiden 2. SG-Mannschaften, wobei alles andere als leichte Aufgaben zu bewältigen sind.

Die Männer treten am  Samstag um 16:00 Uhr in der ungeliebten, weil kleinen, Rodacher Bayernhalle an und treffen dort auf die gastgebende SG Rodach/Großwalbur. Nach dem klaren Auftakterfolg im Lokalderby gegen den TV Gefrees, hagelte es für die Frankenwäldler in der Folge nur noch klare Niederlagen.

Das könnte durchaus auch heute so werden, zumal die Gastgeber als aktueller Tabellenzweiter sich daheim nicht gerne die Butter vom Brot nehmen lassen wollen.

Das 2. Damenteam gastiert am Sonntag ebenfalls in der Rodacher Bayernhalle, wo dann ab 14:45 Uhr der Gastgeber TSV Weitramsdorf heißt. Die Coburger Vorortler haben erst zwei Partien gespielt, sind aber dabei noch unbesiegt. Das sind auch die Schützlinge des SG-Trainergespanns Kathrin Kieser und Nele Fröhlich. Sie wollen ihre blütenweiße Weste verteidigen und die damit verbundene aktuelle Tabellenführung morgen mit einem weiteren doppelten Punktgewinn festigen.

Außerdem spielen am Sonntag folgende Jugendmannschaften:


11:15 Uhr weibliche C2 bei der HG Hut/Ahorn

12:00 Uhr weibliche D beim HSV Hochfranken