Drei Spieltage sind in der Oberliga/Nord der Herren noch zu absolvieren und die Zeit der Rechenschieber hat bereits begonnen. Wohl weniger an der Tabellenspitze. Dort führt der HC Erlangen III mit fünf Zählern Vorsprung vor der DJK Rimpar II und kann mit einem Sieg am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Lauf/Heroldsberg den Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga unter Dach und Fach bringen.
Ähnlich gestaltet sich die Situation für die SG DJK Rimpar II auf Rang zwei. Sie besitzt vier Zähler Vorsprung auf den HC Forchheim, gegen den sie außerdem den direkten Vergleich gewonnen hat. Wenn die Unterfranken am Samstag beim bereits als Absteiger feststehenden MTV Stadeln beide Punkte einsacken, dann sichern sie sich damit die Vizemeisterschaft. Für Rimpar II geht es dann gegen den Zweiten der Südgruppe in Hin- und Rückspiel um den Aufstieg in die Regionalliga.
Der HC Forchheim auf Rang drei spielt von der Tabelle her gesehen in einer separaten Liga. Nach oben nichts mehr möglich und nach unten bereits fünf Zähler vor der SG Helmbrechts/Münchberg. So wird das Team aus der Fränkischen Schweiz höchstwahrscheinlich auch als Dritter über die Ziellinie gehen, was für den Liganeuling als beachtliches Ergebnis zu werten ist.
Interessant wird es dann ab Rang vier, den die Frankenwäldler zur Zeit noch mit einem Punkt Vorsprung vor der SG Auerbach/Pegnitz halten. Für die wiederum steht noch die Nachholbegegnung gegen das punktlose Schlusslicht von der DJK Waldbüttelbrunn II an, sodass der erhoffte Erfolg einen Tabellentausch mit der SG Helbrechts/Münchberg bedeuten würde. Für beide geht aber der Blick vorrangig nach hinten und dort auf die Plätze, die noch in Schlagweite liegen.
Die ehemalige Landesliga und jetzige Oberliga/Nord war schon immer und wird auch weiterhin eine interessante und hochspannende Liga bleiben. Bei 12 Startern verlässt der Meister die Klasse nach oben in die Regionalliga. Wenn es gut läuft, gewinnt der Zweite aus dem Norden die Relegation gegen den Südzweiten und verlässt ebenfalls die Liga nach oben.
Absteigen müssen die letzten vier Teams, die durch die vier Bezirksoberligaaufsteiger aus Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Ostbayern ersetzt werden. Konkret heißt das, dass die Mannschaften, die auch in der Saison 2026/2027 wieder in der Oberliga vertreten sein möchten, mindestens vier Mannschaften hinter sich lassen müssen. Um ganz sicher zu gehen, sogar fünf Teams. Weil je nach verschärftem Abstieg ein weiterer Absteiger dazukommen kann, der dann noch die Relegation für bzw. um den fünften Abstiegsplatz spielt.
Nach Stand der Dinge in den anderen Ligen, wird es in dieser Saison aber keinen verschärften Abstieg geben, sodass es höchstwahrscheinlich bei vier Absteigern bleibt. Das wäre für alle Mannschaften ab Rang acht nach oben in der Tabelle gerechnet eine gute Nachricht. Aber, um auf diesen ersten sicheren Platz zum Ligaerhalt zu landen, benötigt man eine Pluspunktzahl zwischen wahrscheinlich 22 und 24 Punkten.
Die hat auf den Rängen acht bis vier aber bisher noch keine Mannschaft geschafft, sodass ab sofort eigentlich jede der betreffenden Mannschaften für sich selber ausrechnen kann, was denn an Punkten noch notwendig ist.
Für die SG Helmbrechts/Münchberg scheint im Augenblick das Erreichen dieses Zieles vielleicht schon an diesem Spieltag möglich. Dazu müssen die Schützlinge von Trainer Christian Seiferth allerdings am Samstag ihr Heimspiel um 19:45 Uhr in der Münchberger Gymnasiumhalle gegen das noch punktlose Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn II gewinnen und hoffen, das gleichzeitig die HSG Lauf/Heroldsberg ihre Auswärtspartie beim Meister Erlangen III verliert.
Dann hätten die Mittelfranken bereits 23 Minuspunkte und könnten die Frankenwäldler nicht mehr einholen. Hinzu kommt, dass die HSV Hochfranken selbst bei drei Siegen nur noch auf 22:22 Zähler kommen kann. Dann wären die Porzellanstädter im günstigsten Fall punktgleich mit der SG Helmbrechts/Münchberg, die aber den direkten Vergleich gewonnen hat.
Eine weitere Option für die Seiferth-Schützlinge ist, wenn die HSG Rödental/Neustadt und/oder der TV Marktsteft noch eine Partie abgeben, dann kämen auch sie auf 23 Minuspunkte und lägen in der Endabrechnung hinter den Mannen aus Helmbrechts und Münchberg. Vorausgesetzt -und davon gehen alle Beteiligten im heimischen Lager aus-, die Partie am Samstag endet mit zwei Punkten für die Gastgeber.
Dass es sich gegen die DJK Waldbüttelbrunn II nicht leicht spielt, bewies die Hinrundenbegegnung in Unterfranken, wo am Ende ein knapper 27:24 SG-Pflichtsieg zu Buche stand. Trotzdem muss die Truppe um Jonas Roßner und Jakob Pritschet hochkonzentriert an diese Aufgabe herangehen um keine unliebsame Überraschung zu erleben.
Die Chancen auf einen Heimerfolg sind nicht von der Hand zu weisen und damit könnte ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt getätigt werden. Läufts optimal an diesem Spieltag, dann steht vielleicht nach Abpfiff aller Partien an diesem Wochenende die SG schon als sicherer Oberligateilnehmer in der Spielzeit 2026/2027 fest.
Ein Ziel für das es sich lohnt heute und wenn notwendig, auch in den dann folgenden Partien die Ärmel noch einmal ganz weit hoch zukrempeln.
Trainer Christian Seiferth wird im Hinbllick auf dieses Spiel noch ein Stück weit konkreter:
„Jeder wird am Samstag brennen wie eine Fackel. Jeder wird wissen, was das Stündlein geschlagen hat. Die volle Konzentration muss unserem eigenen Spiel gelten und das über die vollen 60 Minuten.“ So Seiferth klar und deutlich.
Obwohl die Frauen der SG Helmbrechts/Münchberg am letzten Wochenende mit einem richtigen Mutmacher aus der Oberpfalz zurückkehrten, war die gute Laune schnell wieder dahin. Was war passiert? Die Schützlinge von Trainer Gerald Wölfel lieferten beim Tabellenvierten HSG Nabburg/Schwarzenfeld eines ihrer besten Saisonspiele ab und verloren nach großer Aufholjagd am Ende mit 34:37.
Prompt folgte der Nackenschlag mit Beteiligung Dritter. Der 1. FCN Handball, der sein Punktspiel vom 1.3. bei der HSG Weidhausen/Ebersdorf deutlich mit 26:36 verlor, erhielt nachträglich am Grünen Tisch die Punkte zugesprochen und zog so mit den Frankenwäldlerinnen in der Tabelle gleich.
Mit je 4:34 Punkten rangieren aufgrund des derzeit deutlich besseren Torverhältnisses die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg auf dem vorletzten Rang. Der Club bleibt Ligaschlusslicht. Doch wenn sich nach den restlichen drei Spieltagen die Situation noch immer so darstellt, dann tritt folgende Regelung ein: Die SG würde mit den Norisstädtern die Plätze tauschen, weil Nürnberg den direkten Vergleich gewonnen hat und dieser am Saisonende bei Punktgleichheit greift.
Mit der früh eingetretenen Tatsache des Abstiegs in die Bezirksoberliga Oberfranken hat sich die SG arangiert. Am Willen und der Einsatzbereitschaft, die die Mannschaft Woche für Woche abliefert hat sich nichts geändert. Die SG will sich mit guten Leistungen aus der Oberliga/Nord verabschieden und möglichst nicht als Letzter absteigen.
Das ist zumindest die Zielsetzung innerhalb der Truppe, die es so zur Kenntnis zu nehmen gilt und das ist eine sportlich gesunde Einstellung. Doch diesem Vorhaben wird jetzt erst einmal der Riegel wegen eines Regelverstoßes in einer anderen Begegnung vorgeschoben. Jetzt müssen die Mädels um die beiden starken Torhüterinnen Romina Harich und Mia Hahn, den Spielmacherinnen Eva Matus und Emma Roßner sowie Torjägerin Rahel Tautenhahn punkten, um sich so wieder vom Club weg zu bewegen.
Da stehen in den noch ausbleibenden drei Spielen beim TSV Wendelstein (Tabellendritter), daheim gegen die HG ZIrndorf (2.) und die HSG Volkach (10.) noch drei schwer zu knackende Nüsse bevor. Von der Papierform her ist vielleicht am letzten Spieltag am ehesten noch Volkach in die Knie zu zwingen. Doch das hatte man sich auf SG-Seite auch in der Vorrunde schon so vorgestellt, um dann in einer torarmen Partie mit 11:18 den Kürzeren zu ziehen.
Beginnen mit dem Sammeln der Punkte die verhindern, dass tatsächlich als Letzter die Saison beendet wird, können die Frankenwäldlerinnen bereits heute, wenn ab 17:45 Uhr in der Münchberger Gymnasiumhalle der Zweite HG Zirndorf seine Visitenkarte abgibt. Ob dieses Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann, darf mit einem Blick auf die Gästestatistik der Rückrunde aber angezweifelt werden.
Die Spielwarenstädter lieferten zum Rückrundenstart gegen den bereits als Meister und Regionalligaaufsteiger feststehenden HBC Nürnberg einen großen Kampf. Erst im Schlussspurt konnten die Gäste das zwischenzeitliche 25:25 noch in einen 29:25 Auswärtssieg umwandeln. Doch aus dieser Niederlage nahm die HG Zirndorf die Kraft mit, die sie in der Folge Spiel um Spiel bestritt.
Mit sieben überwiegend deutlichen Erfolgen gelang den Mittelfranken ein unnachahmlicher Siegeszug, der zwischenzeitlich auf Rang zwei endete. Dieser Rang berechtigt dazu, um am Ende die beiden Relegationsspiele zum Regionalligaaufstieg zu bestreiten. Schon allein deshalb ist nicht anzunehmen, dass der heutige Gast ausgerechnet gegen ein Kellerkind der Lga strauchelt.
Im Gegenteil. Mit einem weiteren Erfolg, es wäre der achte nacheinander, würde der zweite Platz mit drei Punkten Vorsprung auf den TSV Wendelstein gehalten. Da wissen die Gastgeberinnen, was sie bei dieser Hausaufgabe erwartet. Bange machen gilt nicht! Mit diesem Motto sind die Wölfel-Schützlinge bisher durch die Saison marschiert. Vielleicht war es gerade diese Einstellung die dazu beitrug, vor allem gegen Spitzenteams immer wieder an die eigene Leistungsgrenze zu gehen. Erst in der Vorwoche bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld haben das die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg erneut unter Beweis gestellt.
Warum also nicht am Samstag, zumal vor eigenem Publikum, den Aufstiegsaspiranten ein Stück weit ärgern. Läuft`s im Angriff so gut wie in der Vorwoche und gelingt es, eventuell sogar wieder die 30-Tore-Marke zu knacken, dann wird sich die SG als Ernst zu nehmen Gegner den Mittelfranken in den Weg stellen.
Trainer Gerald Wölfel:
„Wir müssen versuchen die gezeigte Leistung der letzten 20 Minuten vom letzten Spiel in Nabburg/Schwarzenfeld auch heute von Anfang an auf die Platte zu bringen. Gelingt das, sind wir auf dem richtigen Weg zur Weiterentwicklung und könnten so auch der HG ZIrndorf das Gewinnen erschweren.“
Gesamtspielplan der SG-Mannschaften an diesem Wochenende
Samstag 14.3. – Heimspiele in Münchberg
10:30 Uhr weibliche B2 gegen HG Kunstadt
12:15 Uhr weibliche B gegen TG Höchberg
14:00 Uhr Herren 3 gegen TSV Hof 1861
16:00 Uhr weibliche C gegen JSG Nürnberger Land
17:45 Uhr Damen gegen HG Zirndorf
19:45 Uhr Herren gegen DJK Waldbüttelbrunn 2
Samstag 14.3. – Auswärts
12:00 Uhr weibliche A bei der HSG Pyrbaum/Seligenporten
13:00 Uhr männliche D beim HSV Hochfranken 2
Sonntag 15.3. – Auswärts
13:30 Uhr männliche B beim BHC Königsbrunn 09
15:00 Uhr männliche A beim TV Königsberg
18:00 Uhr Herren 2 bei der HSG Weidhausen-Ebersdorf
Die weibliche D spielt in Ebersdorf um die Oberfränkische Meisterschaft
Gespielt wird um 11:15 Uhr gegen TS Coburg und 12:15 Uhr gegen HSG Weidhausen-Ebersdorf
