Noch je zweimal auswärts und daheim müssen die Männer der SG Helmbrechts/Münchberg in der Oberliga/Nord an den Start, dann ist die Handballsaison 2025/2026 Geschichte. Dabei gehen die Schützlinge von Trainer Christian Seiferth weiterhin auf Punktejagd um die letzten noch wichtigen Zähler zum endgültigen Ligaverbleib einzusacken.
Davon ausgegangen, dass dem aktuellen Ligadritten HC Forchheim die bereits verbuchten 23 Pluspunkte am Ende ausreichen, beginnt der Kampf um einen Oberliga-Startplatz 2026/2027 ab Rang vier, den momentan die SG Helmbrechts/Münchberg mit 20:16 belegt. Nach ganz unten geschaut, steht die DJK Waldbüttelbrunn II schon lange als erster Absteiger fest.
Obwohl der MTV Stadeln mit 13:23 Punkten auf dem vorletzten Platz seit Wochen mit aufsteigender Form agiert, können die Fürther Vorortler selbst bei vier Siegen in den noch ausstehenden Begegnungen nur noch 21 Pluspunkte erreichen und das dürfte für den Klassenerhalt zu wenig sein. Ab Platz zehn und der HSG Lauf/Heroldsberg kommt ein dichtgedrängtes Mittelfeld, das tatsächlich erst auf Rang vier bei der SG Helmbrechts/Münchberg endet. Die wiederum ist aber das einzige Team, das in diesem Feld ein positives Punktekonto aufweist.
Kleiner Bonus für die SG im Moment, der aber auch ganz schnell aufgebraucht sein kann. Um den Bonus weiterhin zu halten, wären Auswärtspunkte notwendig. Mit dem Sammeln beginnen könnten bereits am Samstag die Mannen aus Helmbrechts und Münchberg, wenn um 19:30 Uhr in der Roßtaler Mittelschulhalle der TSV Roßtal Gastgeber ist.
Interessante Konstellation, denn die Mittelfranken gehören mit 17:19 Punkten zu den Verfolgern der SG und werden deshalb alles daran setzen, um ihren Heimvorteil in Punkte umzumünzen. So könnte sich der Rückstand auf die Gäste auf nur noch einen Zählern verringern, was den Abstiegskampf noch mehr Spannung verleihen würde.
Auf diese Spannung möchten die Frankenwäldler gerne verzichten und das haben sie zu guter Letzt selbst in der Hand, indem sie die Heimreise am Samstag nicht mit leeren Händen antreten. Schon mit einem Punktgewinn würden die Gäste ihren Dreipunktevorsprung gegenüber dem TSV Roßtal verteidigen und auch Rang vier mit Abstand nach hinten halten.
Doch diese Rechnung kennt auch der Gegner, der seinerseits vor allem die beiden Heimspiele zu Erfolgserlebnissen machen will. Hinzu kommt noch die 26:29 Vorrunden Niederlage in der Münchberger Gymnasiumhalle. Dort spielte die SG seinerzeit fast eine Dreiviertelstunde groß auf, führte schon mit 8 Toren Differenz und überließ dann dem TSV Roßtal die Dominanz auf dem Parkett.
Der wiederum ärgerte sich am Ende schon allein deshalb, weil die seinerzeitige Aufholjagd beim 27:26 endete, obwohl vielleicht sogar gerade in diesem Moment ein Remis in Griffnähe rutschte. Es wird auf jedem Fall eine enge Begegnung in der beide alles in die Waagschale werfen um am Ende wichtige Zähler einzusacken. Dass der SG in Roßtal kein Spaziergang bevorsteht, muss an dieser Stelle eigentlich nicht extra erwähnt werden.
Mit ein bisschen mehr Glück in den beiden voraus gegangenen Spielen, die beim HC Forchheim mit 27:29 und in der Woche daheim gegen den Ligazweiten SG DJK Rimpar II mit 38:39 jeweils knapp an die Gegner gingen, hätte die Partie in der Roßtaler Mittelschulhalle einen anderen Stellenwert für die Gäste erhalten. Doch sind die auch wegen dieser beiden jüngsten Niederlagen auf der Zielgeraden zum Saisonfinale jetzt richtig gefordert.
Die Oberfranken sind dennoch gut in Schuss und wollen das auch in Roßtal unter Beweis stellen. Deshalb geht der Blick am Samstag auch zuversichtlich in Richtung Mittelfranken. Auch wenn die Fürther Vorortler daheim eine scharfe Klinge schlagen. Riecht also wieder nach einem 50:50-Match, bei dem am Ende die Tagesform mit ausschlaggebend sein wird.
Trainer Christian Seiferth mit den Blick auf den Samstag:
„Kurz und knapp – wir brauchen aus vier Spielen noch vier Punkte. Es wäre also an der Zeit mit dem Punktesammeln zu beginnen.“
Sie hätten es gerne anders, die Frauen der SG-Helmbrechts/Münchberg in der Handball Oberliga Nord. Woche für Woche mit zum Teil deutlichen Niederlagen immer wieder als zweite Sieger das Parkett zu verlassen. Das zehrt am Nervenkostüm. Trotzdem müssen die Schützlinge von Trainer Gerald Wölfel in den letzten vier Saisonspielen noch einmal über ihren Schatten springen. Es hilft nichts, die Punktspielpflicht ruft.
Das macht sie auch am Samstag wieder, wenn um 17:15 Uhr der Tabellenfünfte HSG Nabburg/Schwarzenfeld in der Schwarzenfelder Mehrzweckhalle am Sportpark Gastgeber ist. Sich ordentlich verkaufen, alles nochmals in die Waagschale werfen und sehen, ob dann doch noch das eine oder andere knappe Ergebnis möglich ist. Das gilt für die Frankenwäldlerinnen auch heute in der Oberpfalz bei einem Gegner, den die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg im Hinrundenspiel an den Rand einer Niederlage brachten.
Damals hat fast alles gepasst, nur eben das Ergebnis am Ende nicht. Abwehr und Torhüterin Romina Harich lieferten in der Vorrunde eines ihrer besten Saisonspiele. Zudem gab es im Angriff insgesamt neun Torschützinnen mit ziemlich gleich verteilter Trefferanzahl. Als seinerzeit Rahel Tautenhahn in der 55. Minute der 20:19 Führungstreffer gelang, roch es aus SG-Sicht stark nach einem doppelten Punktgewinn.
Doch bereits in der Hinrundenbegegnung zeigte sich einmal mehr. Wer um den Titel mitspielt, gewinnt solche Spiele. Wer im Ligakeller sitzt, dem ist auch in kniffligen Situationen das Glück nicht hold. So klappte in der Schlussphase nicht mehr viel und die Gäste schafften es mit einem energischen Endspurt den 19:20 Rückstand noch in einen 22:20 Erfolg umzuwandeln.
Das war eines jener Spiele, das in der SG-Leistungskurve Knickstellen hinterließ. Man fing an zu verzweifeln, weil trotz guten bis teilweise sogar sehr guten spielerischen Leistungen die Punkte immer und immer wieder an die Gegnerinnen gingen. Im weiteren Saisonverlauf wurden dann, vielleicht auch ein Stück weit diesem Umstand geschuldet, die Niederlagen deutlicher. Auch wurde der spielerische Leitfaden von Partie zu Partie oft stark unterschiedlich auf die Platte gebracht.
Negatives Paradebeispiel die torlose Phase aus dem Heimspiel in der Vorwoche gegen die SG Frankenpower, wo die Gastgeberinnen in der 21. Minute ihren ersten Treffer erzielten. Dazu auch in der zweiten Hälfte ihre defensive Stabilität nicht halten konnten. Doch gerade im Hinblick auf die Partie am Samstag sollten diese Momente einmal aus dem Gedächtnis gestrichen werden.
Die Mädels um Emma Roßner und Torjägerin Rahel Tautenhahn sollten sich deshalb an das Vorrunden-Hinspiel mit seinem kompletten Spielverlauf zurückerinnern und versuchen, diese Leistung noch einmal in der Oberpfalz abzuliefern. Wer weiß, vielleicht gelingt den Schützlingen von Trainer Gerald Wölfel ja gerade dort ein Geniestreich in Form eines Punktediebstahls. Freilich besitzen die Gastgeberinnen als Fünfte noch theoretische Chancen auf Rang zwei, den Relegationsplatz zum Regionalligaaufstieg. Doch vier Punkte Rückstand sind kurz vor Saisonende ein Pfund.
Ob das den Gästen entgegenkommt bleibt abzuwarten. Auf jedem Fall fahren die Frankenwäldlerinnen nicht chancenlos an die Naab in den Landkreis Schwandorf. Wenn dort endlich auch einmal Fortuna unterstützend einwirkt, dann könnte auch das den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.
Trainer Gerald Wölfel:
„Aufgrund der Tabellensituation liegt der Druck eindeutig beim Gegner. Trotz allem müssen wir aber unsere Effizienz vor allem bei den Torwürfen extrem verbessern, um überhaupt mithalten zu können. Neues Spiel – neues Glück. Den Kopf in den Sand stecken gibt’s nicht !!
Gesamtspielplan der SG-Mannschaften an diesem Wochenende
Samstag 7.3. – Heimspiel in Helmbrechts
16:00 Uhr männliche B gegen MTV Stadeln
Samstag 7.3. – Auswärts
12:00 Uhr Herren 2 beim HSC 2000 Coburg 3
13:30 Uhr weibliche C beim VfL Günzburg
17:15 Uhr Damen bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld
19:30 Uhr Herren beim TSV Roßtal
Sonntag 8.3. – Auswärts
10:30 Uhr weibliche B2 bei der HG Hut/Ahorn
14:00 Uhr männliche C bei der HG Kunstadt
14:30 Uhr Damen 2 beim TV Hallstadt
16:00 Uhr weibliche A bei der HSG Pleichach
