Dass diese Saison keine leichte werden könnte, dass war allen Beteiligten im Handball-Lager der SG Helmbrechts/Münchberg bewusst. 2:4 Punkte nach drei Auftritten kann unterm Strich daher nur als Minimalziel gewertet werden. Trotz Umbruch hatte man sich im Vorfeld sicher mehr erhofft. Wegen fehlender Leistungsträger war die Auftaktniederlage gegen den TV Marktsteft noch erklärbar. Es folgte der Heimauftritt mit einem überzeugenden Sieg gegen die HSG Rödental-Neustadt, der dann das mögliche Leistungsvermögen der Mannschaft zeigte. Die 26:39-Klatsche in der Vorwoche bei der SG Auerbach/Pegnitz ist daher nach dem guten Auftritt verwunderlich und auch in der Art und Weise ärgerlich.
Ein starker Gegner, der sich für diese Saison viel vorgenommen hat, ist immerhin ein Argument. Schwer nachvollziehbar sind dagegen aber die hohe Anzahl an Fehlwürfen, aus häufig unvorbereiteten Aktionen und die mangelnde Abwehrarbeit, die gegen Rödental-Neustadt noch das Prunkstück war . Das darf so keine Wiederholung finden. Dass muss die Mannschaft am Samstag ab 19:45 Uhr wieder abstellen und zur Heimspielform zurückfinden, wenn in der Helmbrechtser Göbelhalle der HC Sulzbach-Rosenberg seine Visitenkarte abgibt.
Nach ihrer Rückkehr in die Oberliga waren Startschwierigkeiten kein Thema für die Herzogstädter. Mit einem 32:31 Erfolg im Derby gegen den ASV Cham und einem 33:30 gegen Mitaufsteiger HSG Weidhausen-Ebersdorf machten sie die heimische Krötenseehalle gleich wieder zur Festung. Fast wären die Gäste mit blütenweißer Weste in der Helmbrechtser Göbelhalle aufgelaufen.
Bei einem weiteren Mitaufsteiger, dem HSC Bad Neustadt/Saale, unterlag Sulzbach-Rosenberg erst in den Schlusssekunden 29:30, obwohl bis knapp vier Minuten vor dem Abpfiff noch die eigene Führung stand. Da kreuzt am Samstag ein Gegner im Frankenwald auf dem jederzeit zuzutrauen ist, auch dort nicht mit leeren Händen aus der Partie herauszugehen.
Die nächster schwere Aufgabe vor der SG-Brust? Mit Sicherheit, zumal die Gäste bisher durch ihre Ausgeglichenheit innerhalb des Teams überzeugten. In allen drei bisherigen Begegnungen trafen jeweils 10 bzw. 11 Feldspieler. Aufgefallen ist, dass bisher Benedikt Kleinhenz erst einmal dabei war. Dann aber gleich mit 11 Toren. In dieser Partie gefehlt, dafür aber in den beiden anderen Spielen dabei war Nino Heckerott mit jeweils 9 Treffern.
Wenn jemand die Rolle des Torjägers übernehmen soll, dann vielleicht am ehesten diese beiden. Aber das eigene Augenmerk allein darauf auszurichten wird nicht reichen. Sulzbach-Rosenberg lebt von der Ausgeglichenheit und ist so für jeden Gegner schwer auszurechen. Der bisherige Saisonverlauf bestätigt dies mit Nachdruck.
Die Gastgeber sind also reichlich gewarnt und werden sich ihrer Aufgabenstellung bewusst sein.
Heimsieg, um das Punktekonto wieder auszugleichen. Alles andere wäre bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison eine Bürde für den weiteren Saisonverlauf. Denn käme es anders, dann hätten die Spieler aus Helmbrechts und Münchberg nach vier Begegnungen ein negatives Punktekonto. Erschwerend dabei wiegt dann, von vier Begegnungen bereits drei in eigenen Hallen absolviert zu haben.
Das ist aber genau das Szenario, das es zu verhindern gilt. Bedeutet, sich an die Heimbegegnung gegen die HSG Rödental/Neustadt zurückzuerinnern. Dort lief es von Beginn an mit zielsicheren Abschlüssen wesentlich besser und am Ende standen nicht nur 39 SG-Treffer sondern eben auch zwei hochverdiente Punkte auf der Habenseite.
Abwehr und Torhüter müssen wieder deutlich besser harmonieren und funktionieren. Nur so kann der Aktionsradius des Gästeangriffes entscheidend eingeengt werden. Erst einmal die Räume zugemacht, dass Pass- und Laufspiel der Oberpfälzer im Keim erstickt, wird auch die Gegentrefferquote deutlich niedriger liegen als dies am Vorwochenende in Auerbach der Fall war.
Im Angriff müssen die Aktionen geduldiger und mit mehr Übersicht für den Nebenmann, wenn nötig, auch über mehrere Stationen zu Ende gespielt werden. Kommt dadurch das SG-Angriffsspiel auf Touren, dann sollte auch die 30-Tore-Marke wieder geknackt werden. Dass dies zum Punkten in dieser Klasse notwendig ist, beweisen auch ständig die Ergebnisse aus den anderen Hallen.
Die Verantwortung dafür liegt jetzt bei den Spielern aus Helmbrechts und Münchberg. Sich davon während der Partie spielerisch zu befreien, um dann am Ende auch die Punkte in der Helmbrechtser Göbelhalle zu behalten, das ist die Aufgabenstellung an die Brett-Schützlinge für diese Hausaufgabe.
„Ein Spiel wie in der Vorwoche darf sich so nicht wiederholen. Das war nicht das wahre Gesicht der Mannschaft. Wir wissen, dass wir ein deutlich höheres Leistungsniveau erreichen können. Dafür werden wir im Heimspiel gegen Sulzbach-Rosenberg alles geben. Die Mannschaft braucht dabei die volle Unterstützung der Fans, so dass wir gemeinsam im Helmbrechtser Hexenkessel die Punkte zu Haus behalten !“ So Trainer Jens Brett im Vorfeld dieser Partie.
Gesamtspielplan der SG- Mannschaften an diesem Wochenende
Samstag 10.10. – Heimspiele in Helmbrechts
13:45 Uhr Damen 2 gegen TSV Windeck 1861 Burgebrach
15:45 Uhr Herren 3 gegen HG Hut/Ahorn
17:45 Uhr Damen gegen HG Hut/Ahorn
19:45 Uhr Herren gegen HC Sulzbach Rosenberg
Samstag 10.10. – Auswärts
12:45 Uhr weibliche C2 bei der HSG Fichtelgebirge
Sonntag 11.10. – Heimspiele in Helmbrechts
11:00 Uhr weibliche D gegen HaSpo Bayreuth
12:30 Uhr männliche B2 gegen SG Obermain
14:15 Uhr männliche B gegen HSG Fürther Land
16:00 Uhr Herren 2 gegen HaSpo Bayreuth 2
Sonntag 11.10. – Auswärts
11:30 Uhr männliche D bei der HSG Fichtelgebirge 2
14:15 Uhr weibliche C bei der Eintracht Dachau-Karlsfeld
15:30 Uhr weibliche A bei der HG Hut/Ahorn
