Mit dem hochverdienten 31:21 Auswärtserfolg in der Vorwoche beim Regionalligaabsteiger DJK Waldbüttelbrunn fiel den Handballern der SG Helmbrechts/Münchberg erst einmal eine Last von den Schultern. Die letzten zwei Niederlagen wurden so erst einmal ein Stück weit korrigiert. Nun heißt es den Flow aufnehmen und nachlegen.
Gelegenheit dazu besteht bereits am Samstag, wenn ab 19:45 Uhr der HC Forchheim in der Münchberger Gymnasiumhalle gastiert. Die Gäste vom Eingangstor zur Fränkischen Schweiz liegen in der Tabelle aktuell mit 3:5 Punkten bei einem Spiel weniger einen Rang hinter der SG. Dabei fällt auf, dass die beiden bisherigen Forchheimer Heimauftritte mit 26:34 und mit 27:30 mehr oder weniger klar an den Spitzenreiter TSV Roßtal bzw. Ligavierten ASV 1863 Cham gingen.
Auswärts lief es dagegen für die Gäste bisher deutlich besser. Mit dem 40:30 Erfolg bei den Aufsteigern ESV Flügelrad und dem 24:24 beim HSC Bad Neustadt/Saale sicherten sich der HCF seine Zähler allesamt auf fremden Parkett. Erst mal in diesen Rhythmus hineingerutscht möchten die Gäste bestimmt auch heute die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten.
Die Gastgeber sind also gewarnt und das ist nicht nur der aktuellen Tabellensituation geschuldet. In der Vorsaison gingen alle Punkte nach Forchheim. Auch daheim gab es für die SG beim 24:28 nichts zu erben. Damals liefen die Gastgeber zwischendurch sogar mehrmals einen 7-8-Tore-Rückstand hinterher. Riecht es etwa nach einem Angstgegner? Aber von diesem Geruch können sich die Gastgeber befreien, zumal ihnen der Auftritt in Waldbüttelbrunn dazu reichlich Auftrieb verleihen sollte.
Die Schützlinge von Trainer Jens Brett sind bisher ergebnistechnisch mit großen Schwankungen durch die Saison marschiert. Jetzt ist es an der Zeit sich von den Ergebnissen her zu stabilisieren. Damit würde nicht nur mehr Ruhe in den weiteren Saisonverlauf einkehren. Es würde das Selbstbewusstsein wachsen. Vor allem dann, wenn die eigenen Hallen wieder zur Festung werden. 2:4 Punkte aus den bisherigen drei Heimspielen ist nicht Helmbrechts/Münchberger Anspruch.
Der darf es auch so nicht sein. Schon allein deshalb nicht, weil die Mannschaft deutlich mehr auf die Platte bringen kann, als es diese Ergebnisse bisher dokumentiert haben. Auf jedem Fall haben die Mannen aus Helmbrechts und Münchberg nach dem bisher einzigen Heimerfolg gegen die HSG Rödental/Neustadt und den dabei gezeigten guten Ansätzen erkennen lassen, wo die Stärken im Team liegen.
In Waldbüttelbrunn wurden diese jetzt erstmals in dieser Saison nahezu über die gesamte Spielzeit und in allen Bereichen abgerufen. Das war eine SG Helmbrechts/Münchberg wie sie sich die Fans wünschen und wie es auch erforderlich ist, um sich nach und nach wieder im Mittelfeld der Tabelle zu platzieren. Der erste Schritt dazu könnte am Samstag erfolgen, wenn mit einem Sieg das Punktekonto ausgeglichen wird.
Die Gäste besitzen ein Mannschaft die von ihrer Ausgeglichenheit in den eigenen Reihen lebt. Freilich setzen Spieler wie Marwin Wunder, Philipp Opitz oder Lukas Sauter mit ihrer Wurfgewalt Zeichen und gehen voran. Doch meisten sind die Tore auf 8-10 Werfer verteilt, sodass der gegnerische Angriff verteilt auf die Breite immer Gefährlichkeit ausstrahlt.
Die gilt es zu kontrollieren und mit einer Leistung wie in der Vorwoche auch in den Griff zu bekommen. Mit einer Abwehr, die nicht mehr als knapp über 20 Gegentreffer zulässt, muss einem vor keinem Gegner bange sein. Wenn es dann auch noch gelingt nach vorne den notwendigen Druck aufzubauen, die gegnerische Abwehr entsprechend zu beschäftigen und die eigene Trefferquote in den Bereich von 30 Toren bringt, dann sollten die Chancen auf einen weiteren doppelten Punktgewinn steigen.
Das Kollektiv ist wieder gefragt. Eine Harmonie in der Abwehr mit einem starken Felix Behrens im Rücken, gepaart mit dem durchschlagskräftigen Angriffsspiel. Das könnte und sollte dann auch der Schlüssel zum Erfolg sein. Die Schützlinge von Trainer Jens Brett wissen was sie leisten können und wissen was erforderlich ist um die Zielsetzung „Heimsieg“ am Samstag erfolgreich auf die Platte zu bringen.
Dass seine Schützlinge eine schwere Hausaufgabe zu lösen haben fasst Trainer Jens Brett so zusammen:
„Es wird wieder stark auf die Geschlossenheit im Team und der kollektiven Abwehrarbeit ankommen. Forchheim ist selber schwankend in die Saison gestartet und sieht sich sicher ebenfalls in anderen Tabellenregionen. Es wird ein schweres Spiel gegen einen nie zu unterschätzenden Gegner, das uns über 60 Minuten alles abverlangen wird. Es wäre wichtig wieder eine Heimserie zu starten. Damit wollen wir am Samstag beginnen.“
Die Zutaten stecken im Team – jetzt muss die Mannschaft liefern. Auf die Rückendeckung der Fans werden sich die Frankenwädler wie immer verlassen können und die würden sich bestimmt freuen, wenn ihr Engagement von außen mit zwei Zählern belohnt wird.
Gesamtspielplan der SG-Mannschaften an diesem Wochenende
Samstag 24.10. – Heimspiele in Münchberg
12:15 Uhr weibliche C2 gegen TV Marktleugast
14:00 Uhr weibliche C gegen SSG Metten
16:00 Uhr Herren 3 gegen HaSpo Bayreuth 3
18:00 Uhr männliche B gegen HG Ansbach
19:45 Uhr Herren gegen HC Forchheim
Samstag 24.10. – Auswärts
16:00 Uhr weibliche A bei der SG Auerbach/Pegnitz
Sonntag 25.10. – Heimspiele in Münchberg
14:00 Uhr Damen gegen TV Ebern
16:00 Uhr Herren 2 gegen TV Ebern
Sonntag 25.10. – Auswärts
14:00 Uhr männliche C beim HC Forchheim
17:00 Uhr weibliche B beim TSV Weißenburg
