Nach der knappen und unglücklichen Auftaktniederlage im Spitzenspiel der Vorwoche gegen die HSG Weidhausen-Ebersdorf ist am zweiten Spieltag der Knoten bei den SG-Damen geplatzt. Die Körpersprache stand vom Anpfiff weg auf Sieg und so gingen die Gastgeberinnen auch ins Match.

Zweimal Deborah Lutz und ein sicher verwandelter Siebenmeter durch Paula Bretschneider brachten zwar schnell das 3:0 aber im weiteren Verlauf vorerst keine Vergrößerung der Tordifferenz. Hallstadt hielt gut dagegen, setzte die eigenen Mittel gezielt ein und war so über die gesamte erste Halzeit jederzeit ein gleichwertiger Gegner. Beim zwischenzeitlichen 13:11 schien es kurz so, als wenn sich die Schützlinge von Trainer Gerald Wölfel dem Gästerhythmus unterwerfen wollten.

Es gab immer wieder Phasen, da brauchte es die Klasse von Romina Harich zwischen den Pfosten um die Bamberger Vorortler nicht näher aufkommen zu lassen. Vor allem Simone Rittmaier, Anja Görtler und Svenja Tampe, die zusammen 20 Treffer erzielten, hielten mit ihrer Routine dagegen und den TV Hallstadt im Spiel.

In der Schlussphase des ersten Abschnitts ging es mit gelöster Handbremse noch in eine 5-Tore-Pausenführung. Die Halbzeitanalyse wird ihren Teil dazu beigetragen haben, um sich sofort nach Wiederanpfiff auf die Suche nach der Endlösung zu begeben. Elisabeth Devjatov, die Romina Harich im SG-Gehäuse ablöste, knüpfete nahtlos an die Leistung ihrer Vorgängerin an. Das war ein Mitgrund, warum die Gastgeberinnen bis zur 45. Minute uneinholbar auf 30:17 davonzogen.

Erwähnenswert in diesem Abschnitt der lupenreine Hattrich durch Antonia Panzer mit den Treffern zum 25, 26 und 27:17. Danach folgte die Antwort und ein letztes Aufbäumen der Gäste, der in einem 5:0-Lauf zum 30:22 endete. Doch eine weitere Resultatsverbesserung ließen die Frankenwäldlerinnen nicht mehr zu. Nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“ setzten die Mädels aus Helmbrechts und Münchberg ebenfalls mit einem 5:0-Lauf den Schlusspunkt.

Leonie Ott, die in Abwehr und Angriff in dieser Partie voranging, brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt:
„Im Vergleich zur Vorwoche zeigten wir eine deutlich verbesserte Vorstellung. An manchen Stellen haben wir uns dem Spiel der Gäste angepasst und aufgrund fehlender Konzentration leichte Tore zugelassen. Richtig stark war die erste und zweite Welle. Im Positionsangriff waren zwischendurch noch Schwächen vorhanden die es abzuschalten gilt. Richtig stark unsere erste und zweite Welle, die Grundlage der guten Gesamtleistung war. Das Selbstvertrauen sollte damit gestärkt sein und der Blick in den weiteren Saisonverlauf ein zuversichtlicher. So Ott resümierend.

Trainer Gerald Wölfel zeigt sich in Summe mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden und fasste wie folgt zusammen:
„Trotz einiger Phasen, zu denen sich der Schlendrian hinzugesellte, sehe ich das Ganze als grundsolide Leistung in allen Mannschaftsteilen. Besonders hervorgehoben hat sich Torhüterin Elisabeth Devjatov, die in der zweiten Hälfte eine famose Leistung ablieferte und ihrer Kollegin Romina Harich in nichts nachstand.“E80

SG Helmbrechts/Münchberg – TV Hallstadt 37:24 (19:14)

SG Helmbrechts/Münchberg: Harich, Devjatov – L. Ott (8), Panzer (6), Igelhaut, Bretschneider (2/1), Matus (4), Denk (2), Roßner (6), Lutz (7), Schaller (2).

Schiedsrichter: Jäger/Uzun (Schwarzenbach/Saale) – Zuschauer: 120 – Zeitstrafen: 1; 0. – Siebenmeter: 2/1; 4/3.