Nach der Niederlage ist vor dem Sieg. So könnte das Motto für das zweite Heimspiel in Serie für die Handball-Männer der SG Helmbrechts/Münchberg in der Oberliga/Nord heißen. Doch Vorsicht: Da scheint am Samstag um 19:45 Uhr ein richtig dicker Brocken in der Münchberger Gymnasiumhalle aufzukreuzen. Die HSG Rödental/Neustadt wird sicherlich mit ganz breiter Brust auflaufen.

Nach dem 34:20 Kanter-Auftaktsieg in der Vorwoche beim Derby gegen den Neuling HSG Weidhausen-Ebersdorf, wollen die Gäste heute mit einem weiteren doppelten Punktgewinn ihren Saisonstart vergolden. Einer wird hier bestimmt genau wie vor Wochenfrist vorangehen. Spielmacher und Torjäger Andreas Wolf. Er spielte beim Auftaktmatch vor allem in der ersten Halbzeit mit dem Neuling Katz und Maus und war maßgeblich an der 22:11 Pausenführung beteiligt.

Kommt da auf die junge SG-Truppe eventuell eine unlösbare Aufgabe zu? Diese Frage steht im Moment noch unbeantwortet im Raum. Trotz der Vorwochenniederlage in der Helmbrechtser Göbelhalle gegen den TV Marktsteft sollten für die Handball-Spielgemeinschaft aus Rödental/Neustadt die Mannen von Trainer Jens Brett in der Lage sein, einen wesentlich stärkeren Gegner als der Liganeuling aus Weidhausen-Ebersdorf abzugeben.

Vor allem dann, wenn die Frankenwäldler erstmals in dieser Saison komplett auflaufen können, was sich aber wahrscheinlich erst am Spieltag entscheidet. Die Jungen, die sich um die verbliebenen Stammsechs aus dem Vorjahr gruppieren hoffen natürlich darauf, dass sie sich in deren Sog besser zurechtfinden, als es vor allem in der zweiten Hälfte der Vorwoche gegen den TV Marktsteft der Fall war.

Dort fehlten die Leitwölfe und den Nachwuchstalenten einfach die Erfahrung die es braucht, um in so einer knappen Partie wie es gegen die Gäste aus dem Kitzinger Land lange Zeit der Fall war gewichtig dagegen zu halten. Die Niederlage wurde während der Woche aufgearbeitet und dann aber auch richtiger Weise zu den Akten gelegt. Niederlagen und verlorene Punkte auf dem Reißbrett zurückzurechnen macht sowieso keinen Sinn.

Der Blick nach vorne und auf dem nächsten Gegner ist der richtige Weg. Die Gretchenfrage im Hinblick auf die Samstagspartie in Münchberg ist: Wie bewertet man den Gegner aus dem Coburger Land im Vorfeld? Vielleicht ist da sogar ein Rückblick auf die Vorsaison gestattet, der eventuell sogar hilfreich sein könnte. Es war eine enge Partie, die vor Jahresfrist an gleicher Stelle stattfand. Dominiert von den Abwehrreihen, die beide ihre gegnerischen Angreifer soweit im Griff hatten, dass am Ende nur eine torarme Partie zustande kam, in der die Männer aus Helmbrechts und Münchberg letztlich mit 24:21 die Oberhand behielten.

Stellt man dagegen den Vergleich der Vorwochenbegegnung der Rödentaler/Neustadter gegen Weidhausen-Ebersdorf dann ist zumindest davon auszugehen, dass die Coburger Vorortler im Angriff zugelegt haben. An Andres Wolf alleine kann dies aber auch nicht festgemacht werden, der im Vorjahr in Münchberg 11 der 21 Gegentore erzielt. Das bedeutet, dass Wolf nach wie vor nicht nur die Fäden bei den Gästen zieht, sondern auch weiterhin Vollstrecker Nummer eins bei der HSG ist.

Das wäre schon mal ein Hinweis, der der SG signalisiert, ein verstärktes Augenmerk auf den Defensivbereich und im Speziellen auf der Gästegoalgetter Wolf zu werfen. Inwieweit hier während der Partie eventuell sogar noch nachgebessert oder umgesteuert werden muss, das wird sich auf dem Parkett zeigen. Auf jedem Fall wartet auf die Gastgeber eine Hausaufgabe, die alles andere als im Handstreich zu lösen sein wird.

Gut, Abwehr kann die SG und wenn dann auch noch Keeper Felix Behrens das zeigt, was ihn vor allem in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit in der Vorwoche auszeichnete, dann scheinen die Probleme hinten schnell in den Griff zu bekommen sein. Stellt sich die Frage „wie vorne agieren“ um diesen unsäglichen saisonübergreifenden Chancenwucher endlich in den Griff zu bekommen.

Liegt in erster Linie wahrscheinlich an jedem Einzelnen. Es müssen die 1:1 Chancen genauso besser verwertet werden, wie auch die Außen und der Rückraum gnadenloser und effektiver zu Werke gehen muss. Die Mannschaft stellt trotz der Verjüngung immer noch einen Kern, der Oberligaerfahrung aus den Vorjahren mitbringt und deshalb genau weiß, dass im modernen und schnellen Handballspiel der Gegenwart 24 Tore wie in der Vorwoche wohl nur in Ausnahmefällen zu Punktgewinnen reichen.

Es muss also vorne eine ganze Schippe drauf gelegt werden, denn nur so kann man in Richtung eigene 30-Tore-Marke steuern um in den Bereich zu gelangen, wo Hoffnungen auf Zählbares berechtigt sind. Diese Umsetzung muss gelingen, wenn man nicht ein zweites Mal als Verlierer die Halle verlassen will. Die Aufgabe ist gestellt, die erfolgreiche Umsetzung gilt es jetzt am Samstag ab 19:45 Uhr in der Münchberger Gymnasiumhalle auf die Platte zu bringen.

Trainer Jens Brett hofft natürlich, dass diesmal die stärkste Besetzung auflaufen kann und blickt deshalb mit einer großen Portion Zuversicht auf diese Begegnung:
„Die HSG Rödental/Neustadt kommt – im Vergleich zur Vorsaison – deutlich verstärkt zu uns. Wir müssen daher sowohl in Abwehr als auch im Angriff eine deutliche Steigerung zur Vorwoche hinlegen, um die Punkte zu Hause einzufahren. Wenn wir hoffentlich vollständig auflaufen können, dann sollte uns das diesmal auch gelingen“.

 

Gesamtspielplan der SG-Mannschaften an diesem Wochenende

Samstag 26.9. – Heimspiele in Münchberg
12:00 Uhr weibliche B gegen HC Sulzbach Rosenberg
13:45 Uhr weibliche A gegen HSG Fürther Land
15:45 Uhr Herren 3 gegen die HSG Fichtelgebirge 2
17:45 Uhr Damen gegen TV Hallstadt
19:45 Uhr Herren gegen HSG Rödental/Neustadt

Samstag – Auswärts
14:00 Uhr männliche D bei der SG Obermain
16:00 Uhr männliche B2 bei der HG Eckental

Sonntag, 27.9. – Heimspiele in Münchberg
9:15 Uhr weibliche D gegen HSG Fichtelgebirge
10:45 Uhr weibliche C2 gegen HSG Weidhausen-Ebersdorf
12:30 Uhr weibliche C gegen TSV Schleißheim
14:15 Uhr männliche B gegen TSV Roßtal
16:00 Uhr Herren 2 gegen HSG Fichtelgebirge

Sonntag – Auswärts
16:15 Uhr Damen 2 bei der HG Kunstadt